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sakasiru

" And let's not forget that some of the damage done to children by divorce springs from the fact that their parents once promised they would stay together forever, then break that vow when they divorce."

I don't think it is any less damaging for a child to find out that the "dissolve" of their parent's marriage is due in a few years, and the subsequent fear that they may not renew it.

noribori

Nice quote, Ralph! Here's the English version.

Ralph

(Begin quote)

Auf einem einzigen Punkt blieb die Unterhaltung länger als billig haften, indem Charlotte nach einer Jugendfreundin sich erkundigte und mit einiger Befremdung vernahm, daß sie ehstens geschieden werden sollte.

»Es ist unerfreulich«, sagte Charlotte, »wenn man seine abwesenden Freunde irgend einmal geborgen, eine Freundin, die man liebt, versorgt glaubt; eh man sichs versieht, muß man wieder hören, daß ihr Schicksal im Schwanken ist, und daß sie erst wieder neue und vielleicht abermals unsichre Pfade des Lebens betreten soll«.

»Eigentlich, meine Beste«, versetzte der Graf, »sind wir selbst schuld, wenn wir auf solche Weise überrascht werden.

Wir mögen uns die irdischen Dinge und besonders auch die ehlichen Verbindungen gern so recht dauerhaft vorstellen, und was den letzten Punkt betrifft, so verführen uns die Lustspiele, die wir immer wiederholen sehen, zu solchen Einbildungen, die mit dem Gange der Welt nicht zusammentreffen.

In der Komödie sehen wir eine Heirat als das letzte Ziel eines durch die Hindernisse mehrerer Akte verschobenen Wunsches, und im Augenblick, da er erreicht ist, fällt der Vorhang, und die momentane Befriedigung klingt bei uns nach.

In der Welt ist es anders; da wird hinten immer fortgespielt, und wenn der Vorhang wieder aufgeht, mag man gern nichts weiter davon sehen noch hören«.

»Es muß doch so schlimm nicht sein«, sagte Charlotte lächelnd, »da man sieht, daß auch Personen, die von diesem Theater abgetreten sind, wohl gern darauf wieder eine Rolle spielen mögen«.

»Dagegen ist nichts einzuwenden«, sagte der Graf.

»Eine neue Rolle mag man gern wieder übernehmen, und wenn man die Welt kennt, so sieht man wohl: auch bei dem Ehestande ist es nur diese entschiedene, ewige Dauer zwischen soviel Beweglichem in der Welt, die etwas Ungeschicktes an sich trägt.

Einer von meinen Freunden, dessen gute Laune sich meist in Vorschlägen zu neuen Gesetzen hervortat, behauptet: eine jede Ehe solle nur auf fünf Jahre geschlossen werden.

Es sei, sagte er, dies eine schöne, ungrade, heilige Zahl und ein solcher Zeitraum eben hinreichend, um sich kennenzulernen, einige Kinder heranzubringen, sich zu entzweien und, was das Schönste sei, sich wieder zu versöhnen.

Gewöhnlich rief er aus: wie glücklich würde die erste Zeit verstreichen!

Zwei, drei Jahre wenigstens gingen vergnüglich hin.

Dann würde doch wohl dem einen Teil daran gelegen sein, das Verhältnis länger dauern zu sehen, die Gefälligkeit würde wachsen, je mehr man sich dem Termin der Aufkündigung näherte.

Der gleichgültige, ja selbst der unzufriedene Teil würde durch ein solches Betragen begütigt und eingenommen.

Man vergäße, wie man in guter Gesellschaft die Stunden vergißt, daß die Zeit verfließe, und fände sich aufs angenehmste überrascht, wenn man nach verlaufenem Termin erst bemerkte, daß er schon stillschweigend verlängert sei.

(End quote)

Source: Goethe, "Die Wahlverwandtschaften"

Martin

Andrew: How do you know that "unmarried mother" = "single mother"?

There are a lot of unmarried couples in really long term relationsships, having children and buying houses. They just decide that they do not want to marry. (I concede: It is often the man who doesn't want to marry)

Here children know their father, live with him and he takes care. I have no idea wether these relations split more easily than marriages but my feeling is that it can be only more by thin margin.

Martin

StefanK

The mess basically started, when marriage became an institution. That hasn't been so long ago in European society. It happend in late antiquity with the rise of Christianity.

In classical Roman law there is no "unmarried cohabitation". If you live together, share a household and presumbly have sex, you are married. Only differences in citizenship would prevent the notion. And the Romans, at least in the well documented upper class, divorced often.

There weren't any legal consequences from marriage itself either, although certain kinds of contracts usually cooccured with entering marriage.

So what you are describing is not the practice of marriage since the beginning of mankind, it's marriage since late antiquity.

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