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Martin

Hi Andrew,

I felt challenged - but didn't have time on the weekend to do some research to find a source that uses all these words.

I would never think about creating my own text with these words. They are so common that some easy Guttenberging would give a fast answer.

And I see others have so well....

Martin

A.K.

Man kann sich drehen und wenden wie man will, aber der Aftervorwerfer bleibt stets im hinteren Blickfeld. Gäbe es ein Urinfälschungsgeld,dann würden alle Nasenlochtäter ihre Finger davon lassen. Da aber die Politik per Gesetz ein Libellenumwandlungshindernis aufgebaut haben,ist die Freude über den Maulwurfsteinigungsjubel besonders groß. Dagegen warten wir immer noch auf ein Knabenentwertungsgesetz, das die allgemeine
politische Seriositätsvernichtungswelle toppt. Wenn diese Verknilchung meines
seriösen Empfindens nicht aufhört, dann drehe ich einfach meine Gramverstärkungsanlage umso lauter auf.

doppelfish

Ah, "Seriositätsvernichtungswelle", that's about our president, isn't it.

Ligia

Oh! the dull meetings. Mine started this week. But, as I posted on Facebook: we´re in it for the money ;-)

Schorsch

love it!More dull meetings please! I am sure you will appreciate the best Bundestagsrede ever. It is by the late, great Loriot enjoy:
http://www.youtube.com/watch?v=Sgn0dWnfFx4

Alex (the other one)

@Marian
More than a paragraph, but: ROFLMAO :)

tilman

working in academia myself, i can see some of these being created in one or another faculty or other meeting. however: where the hell did you hear "Aftervorwerfer"? or: did you use it yourself?

Marian Wirth

Man, that was easy.

Wenn sich das deutsche Feuilleton und die deutsche Politik in einem einig sind, dann darin, dass das Internet wesentlich zu der allgemein beklagten Verknilchung der deutschen Gesellschaft beigetragen hat. Während einer Podiumsdiskussion ("Das Internet und wie wir seine Akzeptanz in Deutschland doch noch verhindern können") stellte Heinrich W. von einer großen Hamburger Wochenzeitung fest: "Das Internet, und insbesondere das deutsche Internet, ist eine einzige Gramverstärkungsanlage!" Herr S. von der C-Partei pflichtete ihm bei und machte das Internet im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass Deutschland von einer Seriositätsvernichtungswelle erfasst werde. Den Einwand des Alibi-Internetaktivisten und bekennenden Internetusers Sascha L., der zugleich auch der einzige Podiumsdiskutant war, der zugab, das Internet innerhalb der letzten drei Jahre benutzt zu haben, die Seriositätsvernichtung habe ja wohl bereits mit der von der C-Partei maßgeblich betriebenen Einführung des Privatfernsehens begonnen, ließ S. nicht gelten.

Auch der deutsche Gesetzgeber ist sich der Gefahren des Internets durchaus bewusst. Da insbesondere die Abgeordneten der anderen, in Süddeutschland beheimateten C-Partei es leid sind, immer wieder von den sogenannten Netz-Aktivisten vorgeführt und der Ahnungslosigkeit geziehen zu werden, ist geplant, das nächste Netzsperrengesetz unter dem Tarnnamen Knabenentwertungsgesetz (KEG) auf den Weg zu bringen. Letztlich sei dieser Name nur folgerichtig, so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage. Schließlich trage nichts so sehr zur Entwertung von Knaben bei, wie das Internet.

Das KEG ist allerdings nicht das einzige innenpolitische Gesetzesvorhaben, das die Bundesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode abschließen möchte. Ein besonderes Herzensanliegen der C-Parteien ist die Aufnahme des Deutschen als verpflichtende Amts- und Umgangssprache ins Grundgesetz. In einem Anhang zum neu einzufügenden Art. 1a ("§1. Die Sprache Deutschlands ist Deutsch. §2. Jeder, der sich in Deutschland aufhält, hat sich ausnahmslos der deutschen Sprache in Wort und Schrift zu bedienen.") des Grundgesetzes sollen sämtliche Eindeutschungen aller jemals von Deutschen, insbesondere im Internet, verwendeten englischen und denglishen Begriffe aufgeführt werden. So soll zum Beispiel jemand, der einen anderen als "asshole" beschimpft, als "Aftervorwerfer" bezeichnet werden. Der Umstand, dass sich durch den Anhang der Umfang des Grundgesetzes nach Ansicht von Experten verdreihundersiebenundzwanzigfachen wird, wurde von Vertretern der deutschen Verlagswirtschaft und der deutschen Druckindustrie ausdrücklich begrüßt.

Desweiteren wird die Bundesregierung entschieden gegen Hartz-IV-Empfänger vorgehen, die sich unter der Hand und über der Zuverdienstgrenze Geld dadurch hinzuverdienen, dass sie ihr Urin zur Verfälschung von Vaterschaftstests zur Verfügung stellen und dafür Urinfälschungsgeld von anständigen Deutschen kassieren. Dabei hat die Bundesregierung vor allem die Nasenlochtäter im Visier, die das gefälschte Urin mit ihrem Nasensekret strecken, um die für einen Vaterschaftstest erforderliche Urinmenge abliefern zu können.

Die durch das Internet über Deutschland hereingebrochene Verknilchung macht indes auch vor der Tierwelt nicht halt. So ist die Bundesregierung nach Rücksprache mit dem Bundesrat bereit, Libellen, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen wollen, dieses Recht einzuräumen und das diesbezügliche Libellenumwandlungshindernis durch eine Ergänzung des Transsexuellengesetzes (TSG) auszuräumen.

Einer durch ein islamophobes Blog initiierten Gesetzesinitiative zur besonders scharfen Bestrafung der Steinigung von Maulwürfen zu Übungszwecken bis zur flächendeckenden Einführung der Scharia in Deutschland wird sich die Bundesregierung nach Auskunft des Sprechers des Bundesinnenministeriums jedoch - mit Rücksicht auf das ölliefernde Ausland - nicht anschließen. Der Sprecher ließ lediglich ein "gewisses Verständnis" für diejenigen Anlieger von Maulwurfssteinigungen erkennen, die sich durch den damit einhergehenden Maulwurfssteinigungsjubel gestört fühlen.

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